Iyengar Yoga

Trikonasana

Beginnen

Um mit Iyengar Yoga beginnen zu können, lernt man die Grundlagen der für die Methode notwendigen Körperhaltungen (Asanas). Diese können relativ schnell erlernt werden. Entscheidend am Anfang ist dabei das Erleben und Erfahren, der sinnliche Eindruck. Durch das Einnehmen der Asanas entsteht ein Verständnis und Wertschätzen dessen, was der Körper kann und was er nicht kann. Alleine die Konzentration auf den Körper bewirkt eine Entlastung für den Geist: Gedanken, die uns im Alltag ständig begleiten, treten in den Hintergrund.

Weiter gehen

Mit dem regelmäßigen Üben der Asanas verändert sich die Körperstruktur und das Verständnis für den eigenen Körper, die Yogahaltungen entwickeln sich. Auch wenn es nicht immer leicht ist, mit eventuellen Beschränkungen zurechtzukommen, so überwiegt die Freude, zu merken, wie sich der Körper langsam öffnet und durch regelmäßiges Üben an Kraft, Stabilität und Flexibilität gewinnt. 

Die Auseinandersetzung mit Erfolgen und Grenzen, Entspannung und Anstrengung, Wohlbefinden und Schmerz, Neugier und Widerständen, bietet die Chance, Gewohnheiten und Denkmuster zu reflektieren.

Durch beharrliches und stetes Üben erfahren wir, dass die Verantwortung für uns selbst fundamental ist und wir sie auch tragen können.

Meditation im Asana

Ist die Basis gelegt, beginnt die Reise des Yoga. Körperliche und mentale Kraft, Ausdauer und Flexibilität ermöglichen ein längeres Verweilen in den Asanas und damit ein Vertiefen der Konzentration.
Die „Meditation im Asana“, wie B.K.S. Iyengar es nennt, führt zu mehr Ruhe und Gelassenheit, und birgt die Möglichkeit, Leid verursachende Denk- und Verhaltensmuster aufzulösen.

Die Reise des Yoga

B.K.S. Iyengar
Photo von Jake Clennell

Yoga ist ein jahrtausende altes philosophisches System, das ursprünglich vor allem als Weg der geistigen Entwicklung gesehen wurde.
Die nach B.K.S. Iyengar (14.12.1918 bis 20.8.2014) benannte Methode nutzt das Praktizieren der Asanas – das dritte Glied des „Asthanga Yoga“, des „achtgliedrigen Pfades“ – um mit dem Yogaweg zu beginnen. 

Von hier stehen dem Praktizierenden die anderen sieben Glieder dieses Pfades offen:

  • Yama – Regeln im Umgang mit anderen Menschen
  • Niyama – Regeln im Umgang mit sich selbst
  • Asana – Körperhaltungen
  • Pranayama – Atemregulierung
  • Pratyahara – Zurückziehen der Sinne
  • Dharana – Konzentration
  • Dhyana – Meditation
  • Samadhi – Versenkung.

Auch wenn die Glieder als Stufen bezeichnet werden, stellt die Reihung keine Hierarchie da. Im Praktizieren der Asanas sind alle anderen Glieder vorhanden, so, wie der Praktizierende es zulassen und immer mehr kultivieren kann. 

So dass die Yogastellungen bei regelmäßigem Üben positive Wirkungen auf Körper, Geist und Seele haben.

Grundlage des Textes sind die Worte von B.K.S Iyengar und seiner Tochter Geeta Iyengar; und ein Artikel von Renate Ockel.

B.K.S IYENGAR | IYENGAR Yoga-Vereinigung Deutschland

„The yoga pose is not the goal. Becoming flexible or standing on our hands is not the goal. The goal is to create space where you were once stuck. To unveil layers of protection you have built around your heart. To appreciate your body and become aware of the mind and the noise it creates. To make peace with who you are. The goal is to love … well, you! Shift your focus and your heart will grow.“ 

Geeta S. Iyengar